Integration, Inklusion, Exklusion - Oder: Wie viel Teilhabe darf es sein?

Teil 1 einer dreiteiligen Serie des Reha-Vereins in der Zeitschrift "Kerbe", Forum für soziale Psychiatrie
Einleitung:
Der Reha-Verein in Mönchengladbach wird in diesem Jahr 50 Jahre jung. Er ist damit sozusagen ein „Kind der Psychiatrie-Reform“. In den zurückliegenden fünf Jahrzehnten hat sich die Lebens- und Versorgungssituation psychisch kranker Menschen in vielerlei Hinsicht eindeutig verbessert. Vieles wurde erreicht, sowohl in formaler, juristischer, aber auch in ganz praktischer Hinsicht. Und dennoch, so stellen wir im Arbeitsalltag immer wieder fest, gibt es noch viel zu tun. Einiges davon steht bereits seit mehr als 50 Jahren in unseren Aufgaben- und Pflichtenheften. Wir im Reha-Verein haben das diesjährige Jubiläum zum Anlass genommen, uns mit der Frage nach gesellschaftlicher Integration besonderer Zielgruppen, insbesondere der Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen, zu befassen: Gibt es Anzeichen für positive Auswirkungen der UN-BRK, des BTHG oder ähnlich gelagerter Konstrukte, die das Ziel haben, mehr Teilhabe und Inklusion im gesellschaftlichen Miteinander zu ermöglichen?
Dazu wollen wir in den nächsten drei Ausgaben der „Kerbe“ Beiträge verfassen.
- Im ersten Beitrag setzen wir uns mit den Begrifflichkeiten „Integration“, „Inklusion“ und „Teilhabe“ auseinander, um das jeweils Spezifische, aber auch die Unterschiedlichkeit und Abgrenzungen herauszuarbeiten. Auch Phänomene der „Exklusion“ können und sollen dabei nicht außer Acht gelassen werden.
- Der zweite Beitrag wird daran anknüpfen und nach Möglichkeiten und Ansätzen für inklusions- und teilhabeförderndes Arbeiten in der Sozial- und Gemeindepsychiatrie suchen.
- Im dritten Beitrag werden Betroffene ihre Sicht auf den gegenwärtigen Stand von Inklusion und Teilhabe im psychiatrischen Alltag beschreiben.
Hier finden Sie den gesamten ersten Artikel. Er ist in der Zeitschrift Kerbe, Forum für soziale Psychiatrie 3/2023, veröffentlicht.
Wer mehr über die Kerbe erfahren möchte: hier geht´s zur Website www.kerbe.info