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Bedeutung der Netzwerkarbeit

Viele Eltern erzählen aus Angst, Scham und auch Unsicherheit wenig über ihre Belastungen und Familiensituation zu Hause. Um die Situation der Kinder psychisch erkrankter Eltern zu verbessern, ist eine Aufklärung notwendig- nicht nur in den Familien und ihrem Umfeld. So soll das sensible Thema in Segmenten wie im Kindergarten, in der Schule, im Gesundheitswesen oder in Beratungseinrichtungen bewusst gemacht werden. So können Fachkräfte hinter einem Verhalten auch Gründe verstehen und die Reaktionen der Kinder in anderem Licht sehen lernen.

Um die betroffenen Eltern zu erreichen, ist eine gute, dauerhafte Netzwerkarbeit und Beratung erforderlich. Das setzt gute Kenntnisse über die unterschiedlichen Hilfsangebote in Mönchengladbach voraus. Die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Akteuren wurde und wird kontinuierlich verbessert. In Mönchengladbach gibt es ein Netzwerk, welches sich stetig weiterentwickelt, um die Hilfen für Kinder psychisch kranker Eltern auszubauen.

Zielsetzung der Netzwerkarbeit sind der Austausch unter den Fachkräften, die Weiterentwicklung von Angeboten und deren Refinanzierung sowie Anti-Stigma-Arbeit, Schulungen und Beratung für andere Einrichtungen.

AK KipE: Ein über viele Jahre etablierter Arbeitskreis, zu dem verschiedene Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus den Tätigkeitsfeldern Erwachsenenpsychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Kinder- und Jugendhilfe und Beratungsstellen zusammenkommen. Dieser trifft sich zwei Mal im Jahr und wird durch Frau Jürgens moderiert. Eines der wesentlichen Ziele dabei ist die Fokussierung darauf „Kinder als Angehörige zu sehen" sowie der Austausch und der Informationsfluss unter den Fachkräften verschiedener Einrichtungen.

AK Runder Tisch Flex-BeWo: Der Arbeitskreis besteht aus Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Träger der Eingliederungshilfe und Jugendhilfe. Ziel dieses Arbeitskreises ist die Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Jugendhilfe (flexible Erziehungshilfe, sozialpädagogische Familienhilfe, Elternarbeit) und ambulanter Psychiatrie (Eingliederungshilfe für psychisch erkrankte Erwachsene). Ein Resultat dieser Zusammenarbeit ist der Abschluss einer Kooperationsvereinbarung zwischen Jugendhilfeträgern und Trägern der Eingliederungshilfe.

Mönchengladbacher Netzwerk Frühe Hilfen: Der Beitritt zum Mönchengladbacher Netzwerk Frühe Hilfen passierte im Jahr 2015. Ziel ist es, die Eltern noch frühzeitiger mit den präventiven Angeboten für die Kinder zu erreichen. Ein Ergebnis ist, dass die Beratungs- und Gruppenangebote auch im Online-Familienwegweiser der Frühen Hilfen in Mönchengladbach zu finden sind. http://rehaverein-mg.de/index.php/links/57-allgemeinelinks/16-fruehe-hilfen.html

BAG KipE: Das regionale BAG KipE- Treffen ist ein Netzwerktreffen von unterschiedlichen Trägern in der Region, die selbst Angebote für Kinder psychisch erkrankter Eltern durchführen oder mehr darüber erfahren wollen. Die regionalen Treffen werden meist bei den unterschiedlichen Trägern im Wechsel veranstaltet. Es ist eine Austausch- und Informationsmöglichkeit, welche Angebote es in den jeweiligen Regionen gibt, welche Erfahrungen gemacht wurden und es wird ein Raum geschaffen, um sich gegenseitig kennenzulernen und voneinander zu lernen. Weitere überregionale Informationen gibt es auch unter www.bag-kipe.de.

Wenn Sie Interesse haben, an einem der Arbeitskreise teilzunehmen oder Fragen haben, melden Sie sich gerne bei Esther Jürgens oder Birthe Wernery.