Montag, den 16. September 2013 um 08:33 Uhr

Am Freitag den 13.09.2013 feierte der RehaVerein mit 130 Gästen seinen 40. Geburtstag. Vormittags gab es einen festlichen Empfang in der Mehrzweckhalle der LVR-Klinik Mönchengladbach, dem Gründungs- und Ursprungsort des Vereins vor 40 Jahren.

In seiner Begrüßungsansprachen erinnerte der Vereinsvorsitzende Dieter Schax noch einmal an den kürzlich verstorbenen Vereinsgründer Alexander Veltin, einen der großen Reformpsychiater der 70er und 80er Jahre. Durch seine Initiative wurden die LVR-Klinik Mönchengladbach und der RehaVerein zu Vorreitern der Gemeindepsychiatrie in Deutschland. „Mönchengladbach wurde damals als das Mekka der Sozialpsychiatrie bezeichnet. Andere Regionen schauten voller Bewunderung auf die psychiatrische Entwicklung in unserer Stadt“, so Sozialdezernent Dr. Michael Schmitz in seinem Grußwort. Er, wie aber auch Landesrätin Martina Hoffmann-Badache und Friedhelm Kitzig vom LVR, wiesen auf die besondere Bedeutung des RehaVereins bei der Entwicklung von gemeindepsychiatrischen Strukturen in Mönchengladbach hin. „Die gute und dauerhafte Zusammenarbeit zwischen RehaVerein, LVR-Klinik Mönchengladbach, Stadt Mönchengladbach und dem Landschaftsverband Rheinland war immer und ist heute noch beispielhaft“, fasst Frau Hoffmann-Badache zusammen.

Dr. Ralf Seidel, langjähriger Vorsitzender des RehaVereins, erläuterte in seinem Festvortrag das Wechselspiel von Ausgrenzung und Eingrenzung im psychiatrischen System im vergangenen Jahrhundert. Eindringlich warnte er vor den Gefahren einer zu starken Ökonomisierung des Gesundheitswesens besonders für psychiatrische Patienten. „Die Vorstellung, man könne durch wirtschaftliche Anreize den Faktor Zeit besiegen, macht den Menschen zum Gegenstand und sieht ihn nicht als handelnde Person. Wer dem Menschen die Zeit, …, die er für sich braucht nicht zugesteht, wird ihm nicht helfen können“, so Seidel.

Die Teilnahme des Mönchengladbacher Prinzenpaares für die Session 2014 war ein Höhepunkt der Veranstaltung. Andrea und Markus Hardenack setzen sich während der Karnevalssession besonders für das Projekt "Kinder von psychisch kranken Eltern", welches Ihnen besonders am Herzen liegt ein, und sammeln Spenden um die wichtige Arbeit des Vereis zu unterstützen.

Abschließend gab es eine Gesprächsrunde mit Betroffenen zum Thema Inklusion unter der souveränen Moderation von Ursula Gormanns, danach ging es mit dem Sommerfest im SPZ auf der Dahlener Str. 116 weiter. Der Auftritt der Mönchengladbacher Coverband „The Jones“ war ein besonderes Ereignis. Mehrere hundert Menschen feierten bis zum frühen Abend weiter.

 

Festschrift zum 40-jährigen Bestehen des RehaVereins